Wie jeder Einzelne Klimaschutz betreiben kann – Tipp 7 / 7

Politisch aktiv werden –

Verbraucher können mit ihrer geballten Nachfrage viel erreichen. Aber nicht genug, um das Klima ausreichend zu schützen. Einzelne können keine Regeln wie die EU-Ökodesignrichtlinie machen, die einen sparsamen Stromverbrauch von Elektrogeräten und neuerdings auch eine bessere Reparierbarkeit vorschreibt. Verbraucher können kein Erneuerbare- Energie-Gesetz beschließen, das zu einem völlig unerwarteten Preisverfall von Sonnen- und Windenergie geführt hat. Sie können keinen Preis auf Kohlendioxid einführen oder die Massentierhaltung beenden.

Das alles kann nur das Parlament. Nun muss man fürs Klima nicht gleich in eine Partei eintreten und seine Feierabende im Kreisverband verbringen. Man kann mit der untersten Stufe der politischen Willensbildung anfangen und mit seinen Nachbarn, Freunden und Bekannten über die Klimakrise reden. Das jedenfalls war die häufigste Antwort von Experten, die für die Website Crowdsourcingsustainability.com nach wirksamen Maßnahmen gegen den Klimawandel befragt wurden.

Weltweit gibt es immer mehr Menschen, vor allem Jugendliche, die sich für mehr Klimaschutz engagieren. Über sie werden auch die nächsten Generationen nachhaltig erreicht.
Die Grünen-Abgeordnete in Berlin-Mitte, Molina Gosch, lädt alle paar Wochen zu einer Klimawache ans Brandenburger Tor ein: „Ich bin immer wieder überrascht, wie viel Kraft man hat, wenn man sieht, dass auch andere besorgt sind“, sagt sie.

Klimawirkung: 6/6; Aufwand: 6/6

Quelle: Tagesspiegel

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