BHKW-Anlagen in Metzgereibetrieben mit Vorsicht zu genießen

Die WALTER konzept energie GmbH aus Ellwangen-Killingen schließt eine weitere Energieberatung mit einem zufriedenen Kunden ab. Ein Betrachtungsschwerpunkt der Energieberatung bei der Metzgerei Wenisch in Straubing wurde auf Wunsch des Kunden auf die BHKW-Technologie gelegt. Der Kunde spielte mit dem Gedanken, in ein solches zu investieren. Die Energieberatung kam gerade Recht, um dieses Vorhaben durch eine unabhängige Beratung wirtschaftlich bewerten zu lassen. Ergebnis der Betrachtung: Durchaus gibt es in einem Metzgereibetrieb üblicherweise eine hohe Stromgrundlast durch die Kühlanlagen sowie einen hohen und regelmäßigen Wärmebedarf zur Brauchwasserbereitung. In der Theorie sind dies ideale Bedingungen für den wirtschaftlichen Betrieb einer wärmegeführten BHKW-Anlage. Bei näherer Betrachtung sieht die Situation oftmals ganz anders aus: Metzgerei- und Schlachtbetriebe haben einen hohen Kältebedarf. Viele Betriebe sind bereits mit einer Wärmerückgewinnung aus den Kühlanlagen ausgestattet. Die daraus gewonnene Energie reicht oftmals aus, nahezu den kompletten Energiebedarf zur Brauchwassererwärmung zu decken. Die zusätzliche Einbindung eines BHKWs wäre in solch einem Fall, auf Grund der geringen zu erzeugenden Wärme und der damit verbundenen Taktung nicht ratsam. Die Anlage wäre anfällig für Schäden, die Wartungskosten dementsprechend hoch und auf Grund der geringen Laufzeit wäre die Stromerzeugung für einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlage viel zu gering. Die Bewertung einer BHKW-Anlage bedarf also einer genaueren Betrachtung und der Kenntnis der Rahmenbedingungen vor Ort.

Neben der BHKW-Anlage wurden auch andere Maßnahmen, wie zum Beispiel die Optimierung der Kühlanlagen, Beleuchtung und der Tausch der Umwälzpumpen betrachtet.

Die WALTER konzept energie GmbH bedankt sich bei der Metzgerei Wenisch aus Straubing herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.

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