Wie jeder Einzelne Klimaschutz betreiben kann – Tipp 5 / 7

Anders reisen –

Die Welt zu kennen und exotische Ziele anzusteuern, gehört heute zum guten Ton. Reisen hat eben auch mit Weltläufigkeit zu tun, selbst wenn es oft nur reiner Konsum ist. Und geschäftlich müssen viele ohnehin mal eben nach Stuttgart oder München. Morgens hin, abends zurück – Fliegen ist fast schon wie Busfahren geworden. Es ganz zu vermeiden, ist aus sozialen Gründen schwierig. Doch es ist für diejenigen, die fliegen, auch der größte Brocken in der persönlichen Klimabilanz.

Ein Hin- und Rückflug nach Mallorca entspricht mit knapp einer Tonne CO2 schon der Hälfte der durchschnittlichen Fahrleistung eines Mittelklassewagens pro Jahr. Ein Hin- und Rückflug nach Neuseeland ist mit 14 Tonnen der Klima-GAU wenn man bedenkt, dass das klimafreundliche Jahresbudget eines Menschen bei nur 2,3 Tonnen liegt. Die Zahl beruht auf dem noch zur Verfügung stehenden Gesamtbudget für ein Klimaziel von nicht mehr als zwei Grad Erderwärmung.

Aber überhaupt nicht mehr zu fliegen ist wahrscheinlich die schwierigste Entscheidung fürs Klima, auch wenn sie die beste ist. Was also tun? Weniger fliegen ist auf jeden Fall eine gute Idee. Für Strecken innerhalb von Deutschland kann man die Bahn nehmen. Die Österreichischen Bundesbahnen haben ihr Nachtzugangebot ausgebaut. Und manchmal ist es vielleicht erholsamer, wenn man vom Berliner Ostbahnhof mit dem Bus ins tschechische Marienbad fährt, statt den Jetlag für eine Badereise nach Bali in Kauf zu nehmen.

Klimawirkung: 6/6; Aufwand: 3/6

Quelle: Tagesspiegel

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